Meine Reise zum Nagual

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Die Reise nach Ixtlan

  1. 1971 las ich den ersten Band von Carlos Castaneda: Die
    Lehren des Don Juan. Ein interessantes Buch! Besonders
    die Erlebnisse in anderen Bewusstseinszuständen,
    ausgelöst durch Peyote, Psilocybe und Stechapfel habe ich
    mehrfach gelesen. Dass in anderen Kulturen auch mit
    diesen Substanzen gearbeitet wird, hat mich sehr gefreut.
    Eine positive Kritik in einer Zeitung hatte mir diesen Titel
    nahegebracht. Als der zweite Band herauskam, las ich ihn.
    Auch sehr interessant!
  2. 1974 kam als Raubdruck der dritte Band ‚Reise nach
    Ixtlan‘ heraus. Dieses Buch faszinierte mich. Ich las es
    gleich zweimal von Anfang bis Ende durch. Die Ideen darin
    waren so neuartig und überzeugend.
  3. Im September 1974 hatte ich nach gründlicher
    Vorbereitung und mit einer langen Liste von Fragen und
    Themen einen weiteren LSD-Trip genommen, den fünften
    in meinem Leben, den zweiten allein in der unberührten
    Natur. Alle Fragen wurden mir beantwortet, alle Themen
    konnte ich durchdenken.
  4. Als ich am späten Nachmittag ‚im Nachklang‘ des Trips,
    also anders formuliert ‚in der gesteigerten Bewusstheit‘
    langsam vor mich hin ging, überlegte ich, was die Essenz
    meines gesamten bisherigen Lebens ist. Was habe ich
    gelernt, über was habe ich Klarheit gewonnen? Ich
    formulierte diese Gedanken still in meinem Bewusstsein.
    Und mit einem Male bemerkte ich, dass mir die
    Formulierungen, die ich dachte, schon bekannt vorkamen.
  5. Ich überlegte, woher die Formulierungen kamen: Es waren
    Sätze aus dem dritten Band, die in meinem Bewusstsein
    erschienen. Da begriff ich, dass das, was ich mir überlegt
    hatte, bereits von Don Juan ausgesprochen worden war,
    aber viel besser formuliert. (Mein Geist hat mir geholfen,
    das zu erkennen, indem er mir diese Formulierungen
    intuitiv eingab.) All die vielen Einzelthemen waren in einem
    großartigen Bild zusammengefasst, dem Konzept des
    Kriegers. Das konnte ich in der gesteigerten Bewusstheit
    des Ausklangs meines Trips als wahr erkennen.
    Makellosigkeit ist das Einzige, auf das es ankommt, und
    das ist für den Krieger, den Weg mit Herz geradlinig zu
    gehen. Jede Abweichung erkenne ich daran, dass ich
    Energie verschwende. Ich ging beglückt weiter und ließ
    meine Aufmerksamkeit weiter um diese Themen kreisen.
    Die Einfachheit des Konzeptes des Kriegers ist
    unübertrefflich.
  6. Ich kam zu dem Schluss, dass die effektivste Art, in der ein
    Mensch leben kann, der Weg des Kriegers ist. Dann sagte
    ich nach weiterer reiflicher Überlegung, wohl wissend, dass
    ein Zurück eine Niederlage ist, laut vor mich hin
    ausgesprochen: „Ich bin ein Krieger.“….
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